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1940–1990

1945
Lily Klee-Stumpf verfügt testamentarisch die Betreuung des künstlerischen Nachlasses ihres Mannes durch eine Kommission, der neben ihrem Sohn die Zürcher Kunsthistorikerin Carola Giedion-Welcker sowie die Berner Sammler Werner Allenbach, Rolf Bürgi, Hans Meyer-Benteli und Hermann Rupf angehören sollen.

1946
Im September kehrt Felix Klee aus sowjetrussischer Kriegsgefangenschaft nach Sommerhausen am Main zurück, wohin seine Frau und sein Sohn aus Würzburg evakuiert worden waren.

Hans Meyer-Benteli und Hermann Rupf kaufen auf Vermittlung von Rolf Bürgi am 20. September von Lily Klee-Stumpf den künstlerischen Nachlass von Paul Klee, um einer drohenden Beschlagnahmung zu Gunsten der alliierten Siegermächte aufgrund des Abkommens von Washington zuvorzukommen.

Tod von Lily Klee-Stumpf am 22. September.

Gründung der Klee-Gesellschaft durch Werner Allenbach, Rolf Bürgi, Hans Meyer-Benteli und Hermann Rupf am 24. September und Überführung des künstlerischen Nachlasses von Paul Klee in deren Besitz.

1947
Gründung der Paul-Klee-Stiftung durch die Klee-Gesellschaft am 30. September. Das Stiftungsgut umfasst rund 1'800 Werke. Der Stiftungsrat wird von Hermann Rupf präsidiert.

1947–1952
Die Paul-Klee-Stiftung und die Klee-Gesellschaft fördern mit Ausstellungen im In- und Ausland sowie mit Publikationen den Bekanntheitsgrad der Kunst Paul Klees.

1950
Die Klee-Gesellschaft übergibt der Paul-Klee-Stiftung weitere 1'500 Werke.

1949–1952
Felix Klee übersiedelt mit seiner Frau Euphrosine Klee-Grejowa und Sohn Alexander (geb. 1940) von Deutschland nach Bern und reklamiert sein Erbe.

Der Rechtsstreit zwischen Felix Klee, der Klee-Gesellschaft sowie der Schweizerischen Verrechnungsstelle (Abteilung für die Liquidation deutscher Vermögenswerte) wird 1952 aussergerichtlich durch einen Vergleich beigelegt: Der Kaufvertrag vom 20. September 1946 wird ausgesetzt.

Felix Klee anerkennt die Paul-Klee-Stiftung als rechtens. Er erhält von dieser einen Teil des Stiftungsgutes und von der Klee-Gesellschaft die noch vorhandenen Werke aus dem künstlerischen Nachlass Paul Klees zum Privateigentum.

Die Klee-Gesellschaft löst sich zum 31. Dezember auf.

1952
Die Paul-Klee-Stiftung wird im Berner Kunstmuseum domiziliert.

1952–1990
Felix Klee und die Paul-Klee-Stiftung, welche der Sohn des Künstlers nach dem Tod von Hermann Rupf ab 1963 präsidiert, verschaffen Paul Klee mit wissenschaftlichen Publikationen und zahlreichen Ausstellungen in vier Kontinenten ein grosses internationales Ansehen.

1982
Fünf Jahre nach dem Tod seiner Frau Euphrosine Klee-Grejowa heiratet Felix Klee Livia Meyer (geb. 1922), die zweite Tochter des Architekten und ehemaligen Direktors des Bauhauses in Dessau Hannes Meyer.

1987
Für seine Verdienste um die Kunst seines Vaters erhält Felix Klee von der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern die Ehrendoktorwürde und vom Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland das Verdienstkreuz erster Klasse.

1989
Felix Klee plant die Errichtung einer «Familien-Stiftung» für die in seinem Besitz befindlichen Kunstwerke und Dokumente.

1990
Tod von Felix Klee am 13. August.



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Paul Klee, Wellenplastik, 1939, 1128 (JK 8) gespalten 1, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee.




Paul Klee, Assyrisches Spiel, 1923, 79, Zentrum Paul Klee, Bern, Leihgabe aus Privatbesitz.




Paul Klee, Zimmerperspective mit Einwohnern, 1921, 24, Zentrum Paul Klee, Bern.



  © 2011, Zentrum Paul Klee, Monument im Fruchtland 3, Postfach 3000 Bern 31, Tel. +41 (0)31 359 01 01, Fax +41 (0)31 359 01 02, E-Mail:
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